Gewerbegebiet Limes: Regionalverbands-Beigeordneter Kötter (SPD) applaudiert im Kreis seiner Hammersbacher Parteifreunde, Kopfschütteln bei BürgerInnen

In seiner Ausgabe vom 3. August berichtete der Hanauer Anzeiger vom Besuch des früheren SPD-Bürgermeisters von Wölfersheim, Rouven Kötter. Der ist heute Erster Beigeordneter des Regionalverbandes. Und hat als solcher erkennbar neue Prioritäten: Er verweist auf die Attraktivität der Metropolregion Rhein-Main und die damit einhergehenden Platzprobleme, zu deren Lösung nun das ehemalige Idyll zwischen Hammersbach, Limeshain und Eckartshausen herhalten muss. Auch will er dringenden Bedarf für die entstehenden Arbeitsplätze ausgemacht haben – obwohl schon der Mieter der ersten ‚Monsterhalle‘ allergrößte Probleme hat, Bewerber zu finden: Erst ca. 100 der angeblich 500 Stellen konnten besetzt werden. Die Reaktion der Leser pendelt zwischen Kopfschütteln und Entsetzen, wie die Vielzahl der Leserbriefe zeigt…

7 Kommentare zu „Breites Unverständnis nach Kötter-Besuch

  1. genauso so ist es. Solange solche Schlupflöcher nicht gestopft werden zahlen die „Kleinen“ immer die Zeche. Das schlimmste ist das unsere sauberen Politiker das ermöglichen.

  2. Flacher geht es nicht. Teile der BI schreiben Leserbriefe um sich anschließend selbst über des „Bürgers“ Empörung zu empören.
    Das ist genau mein Humor🤣

    1. Hallo, Herr Will! Sie finden also, dass Bürger durch die Mitarbeit in Bürgerinitiativen zu nicht-Bürgern werden? Oder zu nicht-Lesern? Oder zu nicht-Schreibern? Interessante Position – meinen Sie auch, dass Autofahrer nach Eintritt in den ADAC kein Auto mehr fahren sollten?

      1. Nö, ich finde, dass die Bi am Ende ist, wenn selbstgeschriebene Leserbriefe tagelang öffentlich geteilt und gevierteilt werden.🤣🤣🤣 Euch fällt nix anderes mehr ein. Aber reitet das Pferd nur weiter. Ist lustig.😂😂😂

  3. Nach den Leserbriefen der letzten Tage, betreffend den Raubbau an fruchtbarem Ackerland möchte ich auf einen Aspekt hinweisen, der zu kurz kommt. Die Verantwortlichen für den Deal mit der Diez-AG wissen um dieses Detail, haben naturgemäß allerdings kein Interesse an einer öffentlichen Diskussion.

    Worum geht es? Viele Menschen, auch Redakteure wundern sich über den Weiterverkauf von Teilen der „Dietz Logistik 33. Grundbesitz GmbH“. So auch Herr Kim Sen-Gupta von der BI Schatzboden am 9.7. Erster Hinweis auf die Hintergründe ist ausgerechnet die Nebelkerze der Dietz AG, die beteuert „keine Immobilie verkauft zu haben“.

    Denn diese Aussage ist rechtlich korrekt und sogar Sinn und Zweck eines sogenannten „share-deals“. Diese sind einzig und alleine dazu da, Grunderwerbsteuer zu vermeiden. Man hält das Grundstück und baut die Gebäude nicht selbst, sondern in einer Objektgesellschaft“.

    Dann verkauft man nicht die Immobile, das wäre Grunderwerbsteuerpflichtig, sondern einen oder zwei Anteile der GmbH. Man darf nicht mehr als 94,9% in einem Stück verkaufen, dann fällt keine Grunderwerbsteuer an. Die 5,1% behält man oder verkauft sie an einen Käufer aus dem Umkreis des Hauptkäufers.

    Das Ausnutzen dieses Steuerschlupfloches, ergibt bei einem angenommenen Wert von z.B. 50 Millionen eine „Ersparnis“ von 3 Mio €. Von stillschweigendem Wissen der Sozialdemokraten Stolz, Göllner und Ex-Wirtschaftsminister Klemm ist auszugehen. Statt Ersparnis darf man nicht „Steuerhinterziehung“ sagen, weil es ja legal ist, und seit Jahren geübte Praxis. Durch die Verquickung von Politik und Investoren hatte bisher niemand die Kraft das Schlupfloch zu schließen. So muss man sich auf die Worte Raubtierkapitalismus und Heuschrecken beschränken. Mit „sozial“ oder „demokratisch“ hat dies alles nichts zu tun.

    Das Geschäftsmodell ist seit langem bekannt und ich schätze in der Frankfurter Innenstadt gibt es kaum noch Grundstücke, die nicht im Eigentum einer juristischen Person stehen.

    Zu guter Letzt, nicht das einer auf die Idee kommt Omas Häuschen oder seine Metzgerei in eine GmbH & Co KG zu verwandeln. Der Deal lohnt sich wegen Anwaltskosten und Gebühren erst ab ca. 5 Mio Immobilienwert. Einer muss ja schließlich noch Steuern zahlen! Arbeiter, Angestellte und Mittelständler.

    Bei den betroffenen Sozialdemokraten geht es wohl nach der Devise: „In unserer Jugend dachten wir, der Sozialismus sei die beste Gesellschaftsform. Heute wissen wir es besser: Es ist die GmbH & Co KG.“

    Klaus Dippel, Hanau

    1. Sie bringen die Steuervermeidungstricks auf den Punkt. Das die regionalen Volksvertreter hier sehenden Auges mitspielen ist traurig und beweist leider wie wenig hier im Interesse der Bürger gehandelt wird, sondern im Gegensatz alleine die Interessen von Konzernen im Focus stehen.
      Von der Naturzerstörung ganz zu schweigen, aber das haben die Politiker in Limeshain, Hammersbach und Büdingen sowieso nicht auf dem Schirm. Es wird echt Zeit, dass sich eine junge Generation in die lokale Politik stürzt und übernimmt!

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